Das Kinderheim Another Hope in Uganda


Das Waisenhaus im Sommer 2016
Das Waisenhaus im Sommer 2016

Another Hope wurde im Jahr 2005 als Gemeindeorganisation gegründet und bekam 2009 den NGO-Status verliehen (www.anotherhope.org). Die Gründerin und bis heute Hauptverantwortliche ist Ruth Nambowa, die selber unter schwierigen Verhältnissen in Uganda aufwuchs. Inzwischen führt Ruth das Waisenhaus zusammen mit ihrem Mann Daniel Kasozi. Das Waisenhaus bietet derzeit ca. 40 Kindern im Alter von 0-20 die Möglichkeit, in einer liebevollen Umgebung aufzuwachsen und die Schule zu besuchen. Durch unsere Arbeit konnte Another Hope ein eigenes Grundstück in Nansana (Nahe der Hauptstadt Kampala) erwerben und dort das heutige Waisenhaus errichten. Seitdem unterstützen wir die Kinder insbesondere durch die Finanzierung der Schulgebühren sowie Projekten rund um die Themen Bildung und Aufklärung.


Unsere Zusammenarbeit mit Another Hope


2016:

Seit Anfang des Jahres kümmern wir uns nach wie vor um die Finanzierung der Schulgebühren gebühren, um die Waisenkinder von Another Hope bei ihrer Schulausbildung weiter zu unterstützen.

Im Halbjahr 2016 war unser Vereinsmitglied Niki Schönfeld in Uganda vor Ort und unterstützte das Waisenhaus mit Liebe und Tatkraft. Vielen Dank dafür! Was Niki in Uganda für Eindrücke gesammelt hat, findet Ihr auf ihrem Blog

 

nikische.wordpress.com nachlesen.

 

Aktuell helfen Ruth, Daniel und ihre sechs festen Mitarbeiter mehr als 120 Kindern ihr Leben zu meistern. Im Moment wohnen ca. 40 davon  im Waisenhaus, weitere ca. 80 Kinder werden in der Umgebung des Waisenhauses bei ihren Familien unterstützt.

 

Die Jugendlichen sind neben der Schule vor allem im Haushalt und auf der Farm involviert, wodurch die Kosten für Nahrungsmittel erheblich gesenkt werden konnten. Nebenbei kümmern sie sich zusammen mit den Volunteers liebevoll um die Kleinsten im Haus.

 

2015:

Nach wie vor kümmern wir uns vor allem um die Einwerbung von Spenden, um Another Hope mit Schulgebühren für die Waisenkinder zu unterstützen. Im nächsten Jahr sind Besuche von einigen Vereinsmitgliedern geplant.

 

2011-2014

Da die wesentlichen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Grundlagen mit dem Umzug in ein eigenes Gebäude gelegt war, fokussierte sich die Arbeit von Aid That Helps in den vergangenen 4 Jahren vor allem auf die Einwerbung von Spenden und Mitgliedsbeiträgen zur Finanzierung der Schulgebühren für die Waisenkinder, welche sich in 2014 auf rund 15.000 Euro jährlich beliefen.

 

Daneben halten wir immer eine Rücklage für medizinische Notfälle vor, um Ruth bei Bedarf bei der Verhinderung der schlimmsten Tragödien helfen zu können.

Haupthaus des neuen Heims 2010
Haupthaus des neuen Heims 2010

2010:

Dank ihrer hochqualifizierten Ausbildung fand Ruth immer wieder eine Anstellung. Mit Ihrem Gehalt ist sie weiterhin in der Lage das Heim zu finanzieren.


Aid That Helps hat sich entschlossen Another Hope primär bei den hohen Fixkosten der Schulgebühren zu unterstützen. Diese konnten wir Dank Ihrer Spenden und der Unterstützung der Götz Stiftung voll übernehmen.
Außerdem haben wir das Heim finanziell bei Lebensmitteln, der medizinischen Versorgung und der Miete für das Heim unterstützt. 

 

Die schlechten Lebensumstände in dem recht alten Haus hatten Ruth schon seit einiger Zeit nach einem neuen Heim Ausschau halten lassen. Ende 2010 hat sie tatsächlich ein passendes Objekt gefunden, das einerseits finanzierbar war und andererseits den Kindern eine bessere Umgebung und Unterkunft bot. Im September fand dann auch schon der Umzug in das neue Heim statt.

 

Dieser Meilenstein stellte die wesentliche Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Existens des Kinderheims dar. 

Enok im Hof des alten Heims
Enok im Hof des alten Heims

2009:

Anfang des Jahres 2009 verlor Ruth ihre Anstellung als Epidemiologin am Mulago Hospital in Kampala. Sie war wegen des Waisenhauses nicht in der Lage, die Woche über im dreihundert Kilometer entfernten Gulu zu arbeiten. In der Übergangszeit half ATH Ruth dabei den Fortbestand des Waisenhauses zu sichern.
Um Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit für Ruth`s Organisation zu erreichen, hat Aid That Helps ein freies Stück Land für Another Hope erworben. Hierauf soll eine Hühnerfarm als konstante Einnahmequelle, Nahrungsquelle und Ausbildungsstelle errichtet werden.
Ruth hofft eines Tages ein eigenes Haus für Another Hope und ihre Schützlinge bauen zu können – Aid That Helps wird ihr dabei helfen.
 

...die Brille blieb auch da :)
...die Brille blieb auch da :)

2008:

Im Sommer 2008 besuchte Sebastian Hesse das Waisenhaus und leitete erste Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Kinder ein.
Er baute eine Apotheke auf, legte eine Krankenakte für jedes Kind an und installierte Moskitonetze über allen Betten.
Im Rahmen seiner Arbeit fand auch zum ersten Mal der Erste Hilfe Kurs für Kinder in dem Heim statt.


Diese Maßnahmen wurden ermöglicht durch die gesammelten Spenden aus einem Charity-Konzert in Pécs im April 2008.
Aid That Helps wurde im November 2008 aus dem Wunsch heraus gegründet, Another Hope auch in Zukunft unterstützen zu können und unsere Ideen zu einer alternativen Entwicklungshilfe konkret umzusetzen.
 


Ruths Geschichte und die Gründung von Another Hope

Ruth Nambowa
Ruth Nambowa

Ruth Nambowa wurde 1979 in Uganda geboren. Ihre Mutter wurde von ihrem Mann verlassen und war alleine nicht in der Lage ihre 12 Kinder zu ernähren. Als Lösung fand sich, was so oft Kindern in Armut widerfährt: Ruth wurde weggegeben. Über Verwandte, an Bekannte, zu Fremden.

Durch die demokratische Transformation Ugandas hatte Ruth das große Glück eine Schule besuchen zu können. Darüber hinaus bekam sie als eine der Jahrgangsbesten ein Studienstipendium für Statistik. Glücklich selbst der Armut entkommen zu sein, musste Ruth miterleben wie sich die Strassen der Hauptstadt Kampala weiter mit elternlosen Kindern füllten. Das HI-Virus hatte unbemerkt über 30% der Bevölkerung infiziert und brach nun Mitte der neunziger Jahre als AIDS gnadenlos aus.
Die Krankheit forderte nicht nur mehr Menschenleben als alle vergangenen Terrorregime Ugandas zusammen, sondern es ließ insbesondere die Kinder mehrerer Generationen elternlos zurück.

Geprägt durch ihre eigene Geschichte konnte Ruth den Anblick der Straßenkinder nicht tatenlos mit ansehen. Sie begann damit, ihrer Mutter Geld zu geben, damit diese sich um einige Waisenkinder aus der Nachbarschaft kümmerte. Im Jahr 2006 mietete sie von ihrem Ersparten ein Haus und meldete ‚Another Hope’ als offizielle kommunale Organisation an. Allein mit ihrem Gehalt hat sie es seitdem vielen Kindern ermöglicht, in einer sicheren Umgebung aufzuwachen und die Schule besuchen zu können.