Das Kinderheim 2011
In Uganda unterstützen wir Ruth Nambowa und Ihre Organisation ‘Another Hope’.
Sie ermöglicht es 63 Kindern in einer liebevollen Umgebung aufzuwachsen und die Schule zu besuchen. Gemeinsam planen wir den Bau eines eigenen Kinderheims für Another Hope und bemühen uns um die
nachhaltige wirtschaftliche Unabhängigkeit des Projektes.
Ruth Nambowa
Ruth Nambowa wurde 1979 in Uganda geboren. Ihre Mutter wurde von ihrem Mann verlassen und war alleine nicht in der Lage ihre 12 Kinder zu ernähren. Als Lösung fand sich, was so oft Kindern in Armut widerfährt: Ruth wurde weggegeben. Über Verwandte, an Bekannte, zu Fremden.
Durch die demokratische Transformation Ugandas hatte Ruth das große Glück eine Schule besuchen zu können. Darüber hinaus bekam sie als eine der Jahrgangsbesten ein Studienstipendium für
Statistik. Glücklich selbst der Armut entkommen zu sein, musste Ruth miterleben wie sich die Strassen der Hauptstadt Kampala weiter mit elternlosen Kindern füllten. Das HI-Virus hatte unbemerkt
über 30% der Bevölkerung infiziert und brach nun Mitte der neunziger Jahre als AIDS gnadenlos aus.
Die Krankheit forderte nicht nur mehr Menschenleben als alle vergangenen Terrorregime Ugandas zusammen, sondern es ließ insbesondere die Kinder mehrerer Generationen elternlos zurück.
Geprägt durch ihre eigene Geschichte konnte Ruth den Anblick der Straßenkinder nicht tatenlos mit ansehen. Sie begann damit, ihrer Mutter Geld zu geben, damit diese sich um einige Waisenkinder aus der Nachbarschaft kümmerte. Im Jahr 2006 mietete sie von ihrem Ersparten ein Haus und meldete ‚Another Hope’ als offizielle kommunale Organisation an. Allein mit ihrem Gehalt hat sie es seitdem vielen Kindern ermöglicht, in einer sicheren Umgebung aufzuwachen und die Schule besuchen zu können.
Another Hope bietet derzeit 63 Kindern die Möglichkeit, in einer liebevollen Umgebung aufzuwachsen und die Schule zu besuchen.
Die Kinder im Alter von 1-18 sind entweder Waisen oder von ihren Familien verlassen worden.
Untergebracht sind die Kinder in einem gemieteten Haus in Nansana, nahe der Hauptstadt Kampala.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte auch die Website von Another Hope
...die Brille blieb auch da :)
2008:
Im Sommer 2008 besuchte Sebastian Hesse das Waisenhaus und leitete erste Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Kinder ein.
Er baute eine Apotheke auf, legte eine Krankenakte für jedes Kind an und installierte Moskitonetze über allen Betten.
Im Rahmen seiner Arbeit fand auch zum ersten Mal der Erste Hilfe Kurs für Kinder in dem Heim statt.
Diese Maßnahmen wurden ermöglicht durch die gesammelten Spenden aus einem Charity-Konzert in Pécs im April 2008.
Aid That Helps wurde im November 2008 aus dem Wunsch heraus gegründet, Another Hope auch in Zukunft unterstützen zu können und unsere Ideen zu einer alternativen Entwicklungshilfe konkret
umzusetzen.
Enok im Hof des alten Heims
2009:
Anfang des Jahres 2009 verlor Ruth ihre Anstellung als Epidemiologin am Mulago Hospital in Kampala. Sie war wegen des Waisenhauses nicht in der Lage, die Woche über im dreihundert Kilometer
entfernten Gulu zu arbeiten. In der Übergangszeit half ATH Ruth dabei den Fortbestand des Waisenhauses zu sichern.
Um Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit für Ruth`s Organisation zu erreichen, hat Aid That Helps ein freies Stück Land für Another Hope erworben. Hierauf soll eine Hühnerfarm als konstante
Einnahmequelle, Nahrungsquelle und Ausbildungsstelle errichtet werden.
Ruth hofft eines Tages ein eigenes Haus für Another Hope und ihre Schützlinge bauen zu können –
Aid That Helps wird ihr dabei helfen.
Haupthaus des neuen Heims
2010:
Dank ihrer hochqualifizierten Ausbildung fand Ruth immer wieder eine Anstellung. Mit Ihrem Gehalt ist sie weiterhin in der Lage das Heim zu finanzieren.
Aid That Helps hat sich entschlossen Another Hope primär bei den hohen Fixkosten der Schulgebühren zu unterstützen. Diese konnten wir Dank Ihrer Spenden und der Unterstützung der Götz Stiftung
voll übernehmen.
Außerdem haben wir das Heim finanziell bei Lebensmitteln, der medizinischen Versorgung und der Miete für das Heim unterstützt.
Die schlechten Lebensumstände in dem recht alten Haus hatten Ruth schon seit einiger Zeit nach einem neuen Heim Ausschau halten lassen. Ende 2010 hat sie tatsächlich ein passendes Objekt gefunden, das einerseits finanzierbar war und andererseits den Kindern eine bessere Umgebung und Unterkunft bot. Im September fand dann auch schon der Umzug in das neue Heim statt.
Another Hope begann 2010 mit dem Bau einer Hühnerfarm. Hierüber soll sowohl die Lebensmittelversorgung verbessert werden und durch den Verkauf von Eiern die Einkommenssituation des Heims verbessert werden. ATH unterstützt das Heim bei dem Bau der Farm und wird mitverfolgen wie das Projekt läuft.
2011:
Als Ziele für das Jahr haben wir uns vorgenommen:
Sobald wir diese Ziele erfüllt haben werden, werden wir mit Ruth planen, was Another Hope an weiterer Technologie braucht. Zur Diskussion stehen eine Wasserfilteranlage, eine Solarstromanalge für
die Versorgung mit Licht und der Ausbau des Gesundheitssystems.
Außerdem werden wir das Projekt der Hühnerfarm weiter beobachten und unterstützen.